Arten-Steckbrief: Rotfuchs
Schnell, schlau und lautlos – der Rotfuchs streift durch Wiesen, Felder und Wälder.

Der Großstadtfuchs
Rotfüchse haben längst gelernt, in unserer Nähe zu leben. Während sie früher vor allem in Wäldern und Feldern anzutreffen waren, streifen sie heute durch Parks, Gärten und sogar über Hinterhöfe großer Städte. Nachts sieht man sie manchmal zwischen Straßenlaternen huschen – auf leisen Pfoten, immer wachsam. In der Stadt finden sie erstaunlich leicht Nahrung: weggeworfene Essensreste, kleine Nager oder Fallobst. Ihre Anpassungsfähigkeit macht sie zu wahren Überlebenskünstlern im urbanen Dschungel.

Meister der Anpassung
Kaum ein anderes Säugetier Europas ist so vielseitig wie der Rotfuchs. Ob im frostigen Norden Skandinaviens, in den Alpen oder in mediterranen Landschaften – überall findet er Wege, zu überleben. Sein dichtes Fell wird im Winter lang und flauschig, im Sommer dagegen kurz und leicht. Auch sein Verhalten passt er an: In offenen Feldern ist er vorsichtig und schnell, im Wald dagegen still und heimlich.

Der schlaue Jäger
Füchse sind präzise und geduldig, wenn es ums Jagen geht. Besonders im Winter zeigt sich ihr Können: Unter einer dicken Schneedecke hören sie das Rascheln einer Maus – und springen dann mit einem markanten Satz in die Luft, um punktgenau zuzuschlagen. Diese Technik, der Mäusesprung, ist nicht nur effizient, sondern fast schon akrobatisch. Wissenschaftler vermuten sogar, dass sich Füchse beim Sprung am Magnetfeld der Erde orientieren.

Ein fürsorglicher Elternteil
Wenn im Frühling die kleinen Fuchswelpen zur Welt kommen, beginnt eine besonders zärtliche Zeit. Während die Mutter im Bau bleibt und die Jungen wärmt, sorgt der Vater für Nahrung – manchmal legt er kleine Vorräte an, um die Familie zu versorgen. Die Jungen toben bald vor dem Bau, lernen spielerisch das Jagen und schleichen neugierig durch das hohe Gras. Diese enge Familienbindung zeigt, dass der Fuchs nicht nur clever, sondern auch fürsorglich ist.

Kommunikation mit Stil
Füchse sind nicht nur leise Jäger, sondern auch geschickte Kommunikatoren. Sie besitzen ein breites Repertoire an Lauten – vom kehligen Bellen über leises Winseln bis hin zu schrillen Schreien. Doch oft verständigen sie sich nonverbal: Ein aufgestellter Schwanz, gespitzte Ohren oder ein geduckter Körper verraten viel über ihre Stimmung. Besonders in der Paarungszeit, wenn ihr klagendes Rufen durch die Nacht hallt, wird ihre Sprache fast poetisch.